Waffeln einmal anders, Waffeln backen ist nicht einfach.  Ich gebe ihnen Tips für gutes Gelingen

backen in der Waffelschmiede

Waffeln backen einmal anders

                                        

           Alle Waffelteige gehen von einem Grundrezept aus, das sich variieren lässt.

             Nachschauen im Thema: Himmelskorn und im Leporello Kochbuch.

 

Zutaten für den Waffelteig

 

Die Zutaten dafür lassen sich aber beliebig auswechseln. Für Geschmack und Saftigkeit sorgen Fülle oder Belag, daher kann man die Waffelteige neutral halten. Die Mengenangaben der Zutaten sind nur eine ungefähre Richtlinie. Kochdauer und Quellzeit verändern den Teig und damit das Backergebnis. Außerdem sind die Geschmäcker verschieden. Die einen mögen lieber feste Waffeln, für andere können sie gar nicht zart genug sein.

 

Ich verwende zwei verschiedene Geräte: Waffeleisen mit den gezackten, tiefen Waben – keine Brüsseler Platten - und Waffeltüteneisen, die haben flache Waben, daher weniger Teig einfüllen, auch gewellte Grillplatten eignen sich.

 

Nach meiner Erfahrung funktioniert das Backen mit Keramikbeschichtung am besten.

 

Will man Gusseisenplatten nicht am Lagerfeuer, sondern am E-Herd verwenden, muss man diese vorher im Backrohr „vorglühen“. Nur dann werden sie heiß genug, immer gut einölen und auf jeden Fall die langen Stiele mit kurzen Griffen und dicken Tüchern ersetzen wegen der Unfallgefahr!

 

Evtl. eignet sich auch ein Griller im Garten mit gewelltem Platteneinsatz, ein niedrig liegender Deckel darüber dürfte genügen.

 

                    Vorsichtig ausprobieren - aber Geduld lohnt sich. Da steckt viel Potential drinnen!

 

 

                                                   Beachten Sie folgende Hinweise:

 

v  Boden-u. Deckplatte heizen nicht gleichmäßig. Waffeln verbrennen an der oberen Seite

    leichter, bleiben auch eher kleben. Ebenso ist der Randbereich weniger heiß, als die Mitte.

 

v  Beim Waffelbacken entweicht viel fetter Dampf. Es lohnt sich, die nähere Umgebung etwas abzudecken, das erleichtert die Reinigung der Küche.

 

v  Ein sehr dünner Teig breitet sich stark aus und kriecht über den niedrigen Rand des Gerätes. Er ist auch sehr löchrig, also durchlässig, das gilt es beim Füllen zu beachten.

 

v  Ein sehr dicker Teig benötigt eine längere Backzeit, ist etwas „pampfig“ und nur an den Rändern leicht knusprig. Wenn er im Kern nicht ganz durchgebacken ist, muss das nicht unbedingt stören, er ist ja nicht roh. Gibt man Fett in den Teig, wird er besonders knusprig.

 

v  Milch, Karottensaft, u.a. enthalten zwar nur sehr wenig Zucker, das reicht aber schon,

    um am Waffeleisen leicht anzukleben.

 

v  Mit Öl im Teig geht es besser. Außerdem ist Zuckerhaltiges hitzeempfindlicher, die Backzeit daher etwas verringern, bzw. den Stufenregler herunterdrehen.

 

v  Teige mit Nüssen drin etwas dünner anrühren, damit sie schön knusprig werden. Auch sie vertragen nicht zu viel Hitze. Nüsse binden nicht, daher die Flüssigkeitsmenge auf die Mehlmenge ausrichten.

 

v  Machen sie die Duftprobe, anstatt nachzusehen (sonst reißt evt. der Teig in der Mitte aus -einander) Solange der Dampf gut riecht, ist alles in Ordnung. – Nicht auf Kontrolllämpchen verlassen, sie sind auf dicke Teige programmiert. Ein akustisches Signal mit kurzem Glockenschlag wäre praktischer!

 

v  Ist der Teig zu dünn geraten, dann nicht durch Kochen eindicken, denn das wird Kleister.

    Das Waffeleisen lässt sich dann schwer öffnen.

 

v  Nach dem Kochen quillt der Teig weiter und wird nach etwa 3o Minuten zäh und klebrig.

    Daher lieber öfter eine kleine Menge zubereiten. Das Verkleistern kann man mit Nüssen,

    Öl, oder Kleie korrigieren.

 

v  Nachdem die Teige vorwiegend fettlos sind, sollte man das Waffeleisen doch oft einölen.

 

v  Kunsthaarpinsel sind dafür nicht geeignet, sie verschmoren, hinterlassen Giftstoffe und mit den geschmolzenen Haarenden kratzen sie am Eisen. Besser sind Silikonpinsel, Pinsel mit Naturborsten aber auch Papier, oder weicher Baumwollstoff. Backtrennsprays eignen sich besonders gut.

 

v  Heiße Geräte nicht zu lange offenhalten. Dabei vertrocknet der Ölfilm am Eisen und wird klebrig. Also zügig arbeiten.

 

v  Bei häufiger Verwendung ist es manchmal notwendig, den alten Fettfilm von den Waben

    mit Papier gründlich zu entfernen.

 

v  Getreidesorten haben unterschiedliche Backeigenschaften. Das merkt man schon beim Anrühren im Wasser. Buchweizen bleibt nach dem Backen weich. Hirse und Reis bleiben spröde und lassen sich nicht so leicht formen.

 

v  Hafer ist fetthaltig, daher beim Vermahlen den Motor der Mühle zuerst einschalten und

    dann die Körner einrieseln lassen. Die Mahlsteine verkleben, wenn man alles auf einmal hineinschüttet.

 

v  Weißmehl, polierter Reis, auch industriell vermahlenes Vollkornmehl kleistern stark und schmecken auch so. Auch hier gilt es: Fett, Kleie, oder Nüsse dazugeben, dann kann man

    diese Sorten ebenfalls verwenden.

 

v  Vom gesundheitlichen Standpunkt ist natürlich das volle Korn vorzuziehen. Hat man keine eigene Mühle, kann man einen kleinen Vorrat in Bioläden, o.a. mahlen lassen.

 

v  Wer Vollkorngetreide aber nicht leiden kann, für den bieten sich Weizen – und Maisgrieß, bekannt als Polenta, an. Beide eignen sich sehr gut zum Waffelbacken.

 

v  Getrocknete Hülsenfrüchte kann man in einem elektrischen Mixer mit Schlagmessern mahlen. So ein Multizerkleinerer sollte einen flachen Becher haben. Dieses Mehl in kaltem Wasser anrühren, kochen u. dann im Waffeleisen backen. Das Mehl eignet sich auch recht gut zum Binden von Suppen und Soßen.

 

v  Die meisten Waffeln sind gleich nach dem Backen leicht knusprig und flaumig. Nach etwa

    15 Minuten werden sie weich. Das macht aber nichts. Es hat den Vorteil, dass sie sich formen lassen. Eine größere Anzahl, dicht aufs Blech gelegt, reicht für mehrere Personen. Im vorge -heizten Backrohr auf der oberen Schiene etwa 10 Minuten bei 200° backen. Dann sind sie resch und stabil. Sie halten sich lange, man kann einen Vorrat anlegen. Oder nur kurz backen und bei Gebrauch im Toaster nachbacken.

 

v  Nun hab` ich auch noch Leinmehl entdeckt. Es ist der Rückstand beim Ölpressen. Auch dieses Mehl eignet sich gut zum Backen. Vorteil: man muss es vorher nicht kochen. Also nur mit kaltem Wasser anrühren. Dabei entsteht eine gummiartige Masse. Das Mehl hat entgiftende Wirkung, daher Vorsicht bei Einnahme von Medikamenten. Erkundigen sie sich beim Fachmann.

 

 

Leider sind die Waffeleisen recht klein, was sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Auch lassen Heizleistung und die Qualität der Beschichtung bald nach. Wie muss ein Gerät beschaffen sein, damit das Backen Freude macht und auf Dauer einen Sinn hat:

 

Faktoren für gutes Gelingen

 

                                

    Leicht sind nämlich nur die Waffeln, nicht unbedingt ihre Herstellung!

 

 

                           Ich denke, ich hab` nun genug Tips gegeben, dann lasst uns anfangen:

 

 

                                      

                 „ auf – in die Waffelschmiede! “

 

 

 

 

                                                                                                                      siehe LEPORELLO